Therapien

Blutegeltherapie

Blutegel haben ein breites Einsatzgebiet. Sie sind sehr hilfreich bei der Behandlung von Entzündungen, degenerativen Krankheiten und Erkrankungen die auf lokale Stoffwechselstörungen zurückzuführen sind.

Behandlung von Sommerekzem und Euterödem

Blutegel sorgen nicht nur durch Blutentnahme für Entlastung (z.B. bei Thromben), sondern geben auch entzündungshemmende, schmerzlindernde und blutverdünnende Stoffe ins Blut ab. Dadurch entsteht eine länger andauernde Nachblutung, die zur Verbesserung des venösen Abflusses und der Regeneration der Zellen führt. Außerdem wird so die Bissstelle ständig gesäubert und vor dem Eindringen von Keimen geschützt.

Bei akuten Erkrankung kann oft eine Heilung herbeigeführt werden, bei chronischen Fällen dagegen meist nur eine Linderung. Bei regelmäßiger Anwendung können so jedoch die Schmerzen verringert und der Zustand stabilisiert werden, sodass sich das Pferd trotz Krankheit besser Bewegen und die Lebensqualität beträchtlich gesteigert werden kann.

Blutegel finden Anwendung bei:

  • Arthrose
  • Akuter und chronischer Hufrehe
  • Behandlung von Narben und Operationswunden
  • Abszessen
  • Hämatomen
  • Gelenkgallen
  • Sehnen- und Sehnenscheidenentzündungen
  • Hufrollenentzündung
  • Sommerekzem
  • Nervenentzündung
  • Sattel- und Gurtdruck
  • Kreuzbandverletzung

Bachblütentherapie

Bachblüten harmonisieren das Zusammenspiel von Körper und Seele. Jede der 38 Bachblüten ist einer bestimmten negativen Gemütslage zugeordnet, die sich im Falle eines Ungleichgewichts zwischen Körper und Seele einstellt.

Somit sind sie besonders gut zur Heilung von Verhaltensauffälligkeiten geeignet. Dies kann natürlich nur erfolgreich sein, wenn man zuvor Fehler in Haltung und Umgang ausgeschlossen oder behoben hat. Außerdem können die Blüten zur Gesundheitsvorsorge eingesetzt werden.

Sie sind einsetzbar bei

  • Stereotypien (z.B. Koppen oder Weben, immer zusammen mit einer Haltungsverbesserung)
  • Aggressivität beim Reiten oder Artgenossen gegenüber
  • Lernproblemen, Unfolgsamkeit und Widersetzlichkeit im Umgang und beim Reiten
  • Angstproblematik
  • Fehlendem Selbstvertrauen
  • Verarbeitung von Kummer nach Tod oder Trennung eines Kameraden
  • Vorbereitung vor und nach einem Stallwechsel
  • Aufregung vor Turnieren
  • Sterbebegleitung

Homöopathie

„Gleiches mit gleichem heilen“ lautet der Grundsatz der Homöopathie, dem Lebenswerk des Dr. Samuel Hahnemann, Arzt und Apotheker des 18. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit waren medizinische Praktiken üblich, die heutzutage ungläubiges Entsetzen hervorrufen würden. Dazu gehörte auch der Aderlass, bei dem ein lebensgefährlich großer Teil des Blutvolumens abgelassen wurde. Hahnemann gab seinen Beruf als Arzt auf, um die bis dahin brutalen und wenig versprechenden Heilmethoden durch eine sanfte und effektivere Therapie zu ersetzen. Dadurch schuf er sich viele Gegner und Kritiker. Und doch hat die Homöopathie bis heute Bestand und erfreut sich großer Beliebtheit.

Ihr Einsatzgebiet ist weitreichend und die Therapie sanft. Die zahlreichen Arzneimittel aus der Natur zeigen sowohl äußerlich als auch innerlich eingesetzt erstaunliche Erfolge, zum Beispiel bei akuten und chronischen Erkrankungen, aber auch bei Verletzungen. Dazu gehören auch Verbrennungen, Prellungen, Tumore (z.B. equines Sarkoid, Melanome) und viele weitere.

Homöopathie kann als Einzeltherapie oder als Begleitbehandlung durchgeführt werden. So kann sie zum Beispiel den Körper während einer Krebsbehandlung stärken und bei der Genesung unterstützen oder dem Pferd den letzten Weg erleichtern. Sie kann aber auch allein zu einer Heilung führen. Das ist individuell auf das betroffene Pferd abzustimmen.

Die Homöopathie ist fast immer und bei allen Krankheiten einsetzbar, deswegen folgt hier keine weitere Aufzählung.

Akupunktur

Die Akupunktur ist eine Säule der traditionellen chinesischen Medizin und ist über 2000 Jahre alt. Aus ihr entwickelte sich später auch die Veterinärakupunktur.

Durch die Stimulation der Akupunkturpunkte mit Hilfe von Nadeln, Laser oder Massage, lässt sich der Energiefluss und das Energiegleichgewicht im Körper beeinflussen. Sind diese gestört, können sich daraus Krankheiten entwickeln. Aber auch Symptome wie Müdigkeit, glanzloses Fell, spröde Hufe, Unruhe, Verdauungsstörungen und vieles mehr können erste Anzeichen für einen gestörten Energiehaushalt sein.

Die Akupunktur dient nicht nur der Behandlung akuter Symptomatik, sondern auch der Gesunderhaltung und Vorbeugung, damit sich aus einer anfänglichen kleinen Störung keine ernsthafte Erkrankung entwickelt.