Falldokumentation

Husten

Es handelte sich um einen kleinen 7-jährigen Quarter-Wallach mit trockenem, leicht abstehendem Fell. Laut Angabe der Besitzerin hustete der Wallach seit drei Monaten immer mal wieder, oft erst nach dem Reiten. Außerdem schwitzte er schnell und hatte klaren Nasenausfluss. Der Tierarzt verordnete Schleimlöser, jedoch ohne Erfolg.

Bei einer ausführlichen Anamnese wurde zudem ein Ödem im Bereich der Schlauchtasche festgestellt. Außerdem fiel das trockene, spröde Fell auf. Es erfolgten drei Akupunkturbehandlungen im Abstand von zwei Wochen und die Verordnung einer chinesischen Phytotherapie. Nach der ersten Behandlung war das Ödem verschwunden. Es stellte sich ein jahreszeitlich unüblicher Fellwechsel ein. Das Fell wurde glatter und weicher. Nach Abschluss der Behandlung trat kein Husten mehr auf.

Anfallsleiden

Ein 10-jähriger sehr ruhiger, freundlicher Westfalen-Wallach zeigte ein anfallartiges Leiden. Ohne ersichtlichen Auslöser bekam er Anfälle von Hysterie und Unruhe. Er zeigte dann Kreislaufen, unter den Bauch treten und unruhiges Verhalten ohne Rücksicht auf seine Umwelt. Dabei lief das Pferd Menschen in seiner direkten Umgebung um, obwohl es sonst sehr brav und freundlich war.

Es wurde vom Tierarzt ein großes Blutbild gemacht, das ohne Befund ausfiel. Nach einer ausführlichen Anamnese erfolgten drei Akupunkturbehandlungen und die Verordnung einer chinesischen Phytorezeptur. Von Behandlung zu Behandlung nahm die Ausprägung der Anfälle ab und das Pferd ließ sich besser untersuchen und behandeln. Die Abstände in denen die Anfälle auftraten wurden größer. Nach Abschluss der Phytotherapie traten keine Anfälle mehr auf.

Spat

Ein sehr zierlicher, kleiner, 8-jähriger Quarter-Wallach mit sehr steilen (wenig gewinkelten) Tarsalgelenken (Sprunggelenk) und durchtrittigen Fesselgelenken litt an einer nicht diagnostizierten Lahmheit. Die Lahmheit begann nach häufiger und starker Belastung und war anfangs nur schwach ausgeprägt, verschlimmerte sich dann aber. Nach Untersuchungen in einer Pferdeklinik konnte keine Diagnose gestellt werden.

Nach einer Anamnese mit Gangbildanalyse, Einsicht in die Röntgenbilder, Ausschluss von Differentialdiagnosen und unter Berücksichtigung der vorausgehenden Trainingsbelastung wurde eine akute entzündliche Veränderung des rechten Tarsalgelenks mit beginnender Zubildung der Gelenkspalten festgestellt. (Spat) Zu Beginn der Behandlung zeigte sich die Lahmheit nur im Trab. Das Gangbild war steif. Belasten wollte der Wallach das rechte Hinterbein im Stand nicht. Das Tarsalgelenk war warm und leicht geschwollen.

Es erfolgten eine bis zwei Blutegelbehandlungen pro Woche über vier Wochen. In diesem Zeitraum bekam der Wallach zwei Akupunkturbehandlungen. Zur Entlastung der Gelenke wurden die Hufe entsprechend bearbeitet. Zur Stoffwechselunterstützung in dem Gelenk bekam der Wallach Futterzusätze und wurde vorsichtig im Schritt bewegt.

Nach vier Wochen war keine Lahmheit mehr festzustellen. Nach weiteren zwei Wochen belastete der Wallach das rechte Hinterbein im Stand wieder vollständig. Acht Wochen nach Beginn der Behandlung konnte der Wallach schon wieder leicht in Schritt und Trab geritten werden.